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MDMA

Weltweit erster Ecstasy-Shop eröffnet am Montag in Amsterdam

„Wir wollen regulieren, statt den Markt illegalen Dealern zu überlassen“

Während sich Berlins Parlamente und Ministerien immer noch nicht zwischen Null Toleranz und Coffeeshop entscheiden wollen, gehen die Niederlande am Montag weiter, und zwar in Richtung progressive Drogenpolitik. Die Jugendorganisation der freiheitlichen Partei in den Niederlanden eröffnet am 18. Mai 2015 den ersten Ecstasy-Laden der Welt. Mit dem Pop Up Store wollen die Jungliberalen zeigen, dass die Legalisierung von MDMA notwendig ist, um Konsumenten vor den Gefahren illegal bezogener Pillen zu schützen.

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Es ist besser, so die Macher der Aktion, den Ecstasy-Markt zu regulieren als den Verkauf illegalen Dealern zu überlassen: „Wir können dann effektiver verhindern, dass Minderjährige an MDMA kommen, wir können sicherstellen, dass niemand wegen mangelnder Information eine Überdosis bekommt und wir können Leute darin schulen, wie sie Risiken beim MDMA-Konsum minimieren."

Der Shop eröffnet am Montag um 11 Uhr am Rosmarijnsteeg in Amsterdam für einen Tag. Er soll eine Debatte im holländischen Parlament zur Entkriminalisierung von MDMA anstoßen: Wenn die Shop-Betreiber 40.000 Unterschriften zusammenbekommen, zwingen sie damit das Parlament, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Aktion, auch wenn dort wegen des Verbots vielleicht nur Placebos angeboten werden können—und falls ein FDP-Mitglied mitlesen sollte: Freunde, so geht liberale Politik.

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