Words

Premiere: „Mr. Invisible“ von The Wolf im Stream

von Walter W. Wacht

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Wolf, wer? Nein, wir meinen weder Wolfgang Voigt noch Wolf + Lamb. Ein bisschen Rätselraten ist derzeit nämlich wieder angesagt—denn viele Informationen gibt es zu The Wolf nicht gerade. Er hat seine Höhle in London, trägt ein fettes Nasenpiercing, Dreitagebart um die Schnauze und stülpt sich eine Maske über den Kopf. Mit „The Wolf's Hour“ veröffentlichte der britische Produzent—oder sind es gar mehrere Personen?—gerade eine Art Manifest seiner künstlerischen Persona, heute folgt mit der deeeepen House-Nummer „Mr. Invisible“ deren zweiter Teil in Form der Doppel-A-Seite.

Ein Vocal-Sample, das zu Beginn reinflirrt wie in Caribous „Sun“.
Schnipsende Finger.
Eine knurrend-grummelnde Bassline.
Geloopte Querflöten.
Und dazu Spoken Word-Storytelling, das auch Faithless gut zu Gesicht stünde.

Etwas mehr Einblick gab The Wolf kürzlich dem iD Magazine—in Form eines Mixes, in dem House-, Garage- und Techno-Tracks von Wookie, Four Tet, Martin Landsky und MJ Cole auftauchten. „Play this loudly, really loudly“, war The Wolfs einzige Handlungsanweisung – was die nicht unbedingt schlechteste Ansage ist.

„Mr. Invisible“ erscheint—zusammen mit „The Wolf's Hour“ und einem James Welsh-Remix (in diesem Zusammengang sehr interessant)—auf Silver Bear Recordings, der neuen Dependance von Rob da Banks Label Sunday Best. Einen Beweis der Wolf'schen Menschlichkeit gibt es bald auch: Auftritte im Rahmen von Bestival und Warehouse Project sind bereits eingetütet. Weitere Remixes und Singles sollen bis Juni folgen. Nur eine Frage der Zeit also, bis der Wolf nochmals die Zähne fletscht.

 

The Wolf, „The Wolf's Hour“, Silver Bear Recordings, 31. März, MP3

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