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Cassy lässt uns an ihrer Woche auf Ibiza teilhaben

Die DJ-Globetrotterin und Mutter hat einen prall gefüllten Terminkalender.

THUMP Staff

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All photos courtesy of the artist.

Die Partysaison auf Ibiza ist fester Bestandteil des internationalen Dance-Musik-Kosmos. Den ganzen Sommer über wird die Weiße Insel von DJs und Partygästen aus der ganzen Welt bevölkert, die mit ganztägigen Beachpartys, nächtelangen Sessions in Club-Mekkas und geheimen Partys an abgeschiedenen Orten die musikalische Identität eines Jahres mitbestimmen.

Um einen Einblick zu bekommen, was gerade auf Ibiza los ist, haben wir die international renommierte DJ und Produzentin Cassy gebeten, uns eine Woche lang an ihrem Leben auf der Insel teilhaben zu lassen. Als Berghain Resident hat sie sich in der Berliner Clubszene einen Namen gemacht und durch ihre unermüdliche Arbeit sprengt sie immer wieder die Grenzen europäischen Technos. All das wird auf ihrem neusten Album ‚Donna' deutlich, einem Trip durch gefühlvolle Klänge, der ihrer bereits ereignisreichen Geschichte ein neues Kapitel hinzufügt. In ihrem Bericht erinnert sich Cassy an ihren ersten Besuch auf der Insel, bei dem sie Ibiza mit anderen Augen sah als die meisten Besucher heute. Wir erfahren auch von ihrem prall gefüllten Terminkalender, der nicht nur dadurch bestimmt wird, dass sie als DJ die Welt bereist, sondern auch Mutter ist!

Ich war zum ersten Mal 1995 auf der Insel. Ich war eingeladen, Ostern mit einem College-Freund meiner Familie zu verbringen. Er ist auf der Insel aufgewachsen und [seine Familie] hatte dort eine Bauernhaus. Ich war zu der Zeit 19 oder 20 und die Erfahrung hat mir die Augen geöffnet. Ich bin zwar nicht ausgegangen, als ich dort war, aber es war das erste Mal, dass ich internationales Partyvolk traf, das um die Welt reiste. Ich erinnere mich besonders an einen sehr interessanten Clubbesitzer aus Zürich. Ich frage mich manchmal, was die Leute, die ich dort traf, heute auf der Insel machen—ob sie immer noch auf Ibiza wohnen und wie sie es jetzt sehen.

Ich habe meine erste Ibiza-Erfahrung wirklich sehr genossen und so viele echte Ibiza-Liebhaber getroffen, die sich in die Insel selbst verliebt hatten und nicht nur wegen der Party und dem Hype dort waren. Ich konnte sehen, dass es Leuten Zuflucht bot, die auf der Suche nach etwas Anderem waren, und ich hatte direkt einen engeren Draht zu der Insel als zu anderen Reisezielen, an denen ich war.

Die Art, mit der ich heutzutage mit der Insel verbunden bin, hat nicht mehr wirklich viel mit der Art zu tun, mit der ich sie entdeckt habe—mittlerweile geht es mehr um meine Karriere und meinen Job. Trotzdem ist Ibiza ein toller Treffpunkt für viele meiner engsten Freunde, besonders im Sommer. So viele Leute, die ich kenne und mag und die ich ansonsten nicht sehen würde, sind hier, was für mich gerade das Tolle daran ist.

Letzte Woche

Letzte Woche war ich eigentlich gar nicht viel auf Ibiza! Gehen wir also etwas weiter zurück, zum Montag, dem 8. August. Ich habe bei der CircoLoco im DC10 gespielt, was kurz und gut war. Anschließend bin ich direkt vom Auftritt zum Flughafen, um für meinen Gig im Sankeys nach Tokio zu fliegen. Auch wenn ich nur für 20 Stunden dort war, war [Tokio] eine tolle Erfahrung. Ich konnte viel großartiges Essen in meinem Lieblingsrestaurant essen und der Gig war perfekt. Ich habe Vinyl gespielt, da sie ein tolles Set-up haben, was immer ein schöner Bonus ist. Das Wochenende davor hatte ich mit dieser reizenden belgischen Crew zu tun, da ich bei einem Mini-Festival namens Le Jardin des Pommesetwas außerhalb von Brüssel gespielt habe, was eine wirklich coole Party war. Als ich zurück nach Ibiza kam, brauchte ich viel Schlaf und Ruhe, weil ich wusste, dass mein Sohn Rocky mich am nächsten Tag aufwecken würde.

Dienstag hatte unsere Nanny frei und ich habe den ganzen Tag mit meinem Sohn verbracht. Leider hat es in Ibiza geregnet, was es etwas erschwert, Aktivitäten zu finden, also sind wir zu Passion Pantry und haben eine Menge Bananenbrot gegessen! Mittwoch war ein ziemlich voller Tag. Ich habe Rocky zum ersten Geburtstag seines Freundes Leo gebracht, was toll war. Danach folgte eine Session im Fitnessstudio mit meinem Trainer. Anschließend habe ich mir die All Saints beim Ibiza Rocks angehen, was wirklich bewegend war. Ich habe sogar eine Träne vergossen! Es war toll, eine gute Freundin von mir, Mel Blatt, absolut in ihrem Element zu sehen, als sie sang. Nach dem Gig musste ich gehen und war bei Robert James' Paradise-Radiosendung zu Gast, bevor ich in dem Club spielte. Die Radiosendung wird in der Lüftungsanlage des DC10 aufgezeichnet, was wirklich cool ist, und ich hatte viel Spaß mit Robert. Eine halbe Stunde später stand ich auf der Terrasse an den Decks, der Club war bereits voll und es war eindeutig zu sehen, was für einen tollen Job Jamie und seine Crew mit dem Paradise machen, was mich wirklich für sie freut. Ihre harte Arbeit zahlt sich wirklich aus. Weiter so, Jamie!

Track(s) der Woche

Es gibt viele Tracks, die ich diesen Sommer gerne gespielt habe, aber diese beiden stechen für mich wirklich heraus und kommen immer super an.

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