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      Diese 5 Festival-Arten bringen dich durch den Sommer

      Es ist echt nicht so leicht, Gegnern der Festivalkultur die Magie eines Festivals zu erklären. Du kennst die Diskussion vielleicht von früher, mit den eigenen Eltern. Und wenn dort dann auch noch den ganzen Tag elektronische Musik läuft, kann man das mit dem Erklären eigentlich aus gleich lassen: „Ja, richtig, das rummst da den ganzen Tag. Und ja, korrekt, so mancher ist nicht mehr Herr seiner Sinne. Und ja stimmt, da wird die ganze Nacht durchgetanzt. Aber genau das ist es, was die Faszination ausmacht!"

      Realität, Bürojob und Supermarktschlange werden stumm geschaltet. Auf vielen tollen Festivals regiert die gute Laune und es gibt endlich mal keine Pflichten. Genau darum zieht es uns dorthin, wie die Motten ins Licht. Festivals sind Urlaub fürs Gehirn.

      Weil man bei den vielen, neuen Festivals kaum noch den Überblick behält, haben wir euch mal ein paar Urlaubsziele herausgepickt. Sortiert nach den fünf Arten, die es an Festivals im Sommer gibt, und jeweils gespickt mit zwei paradetypischen Festivalvertretern.


      #Hafenliebe

      Das MS Dockville im Hamburger Hafen. Foto: imago

      Liebst du Möwengeschrei und das Plätschern der Schiffe im Hafen? Dann lass den kleinen Matrosen hier endlich an Deck. Denn mit steifer Brise um die Nase hagelt es satte Bässe in schönster Hafenkulisse. Also pack neben der Badehose vorsichtshalber auch das Regencape ein. Glücklicherweise musst du keinen Hering in den Acker hämmern, denn von diesen beiden Festivals darfst du dich getrost zu Hause im warmen Bett erholen.

      Docklands
      Hard Facts: 28. Mai, Münster
      Must be: Anti-Camper. Must have: Dancesneaker & Sonnenbrille. Must dance: Kevin Over, Anja Schneider, Solomun, Dirty Doering, Kink!

      MS Dockville
      Hard Facts: 19. – 21. August, Hamburg
      Must be: Großstadtkapitän(in). Must have: Glitzertube & Konfettikanone. Must dance: Weval, Michael Mayer, Soukie & Windish, Stimming.


      #BetonUndStahl

      Das Melt! bei Gräfenhainichen. Foto: Stephan Flad

      Hier darfst du einmal im Jahr Bewohner einer Stadt aus Eisen sein. Über dir hängen gigantische Stahlträger, an denem monströse Diskokugeln im blitzenden Lichtmeer baumeln. Oder es fliegen Propeller vorbei. Wenn du also ein Herz für pulsierende Maschinen hast und mit den Beats im Rücken abheben willst, bist du hier in der Industrieromantik genau richtig.

      Ikarus
      Hard Facts: 2. – 4. Juni, Memmingen
      Must be: Sky Raver. Must have: Sonnenhut und Fluglizenz. Must dance: Aera, Âme, Bebetta, &ME.

      Melt!
      Hard Facts: 15. – 17. Juli, Gräfenhainichen
      Must be: Hipster und Top-Model. Must have: Sonnencreme und Snapchat. Must dance: Andhim, DJ Koze, Helena Hauff.

      #BackToNature

      Das Into The Valley in Schweden (CC BY 3.0)

      Wenn du die Natur, die Berge und das Reisen genau so liebst wie gute elektronische Musik ohne Name Dropping, dann gehörst du genau an diesen Ort. Hier kommt es nicht so sehr auf Marken-DJs an, denn die Auszeit im Nirgendwo ist für alle das Wichtigste an diesem Wochenende. Der Alltag ist beim Anlegen des Festivalbändchen sofort passé, jetzt gibt es nur noch die Sonne, die Berge und den See um dich herum.

      Into The Valley
      Hard Facts: 28. - 30. Juli, Schweden
      Must be: Naturfetischist. Must have: Mückenspray und eine gute Kamera. Must dance: Four Tet, John Talabot, tINI.

      Nachtdigital
      Hard Facts: 05. - 07. August, Olganitz
      Must be: Raver der ersten Stunde. Must have: Hausapotheke. Must dance: James Holden, Mathias Kaden, Theo Parrish.


      #Schlaraffenland

      Das Tomorrowland in Belgien hat mittlerweile auch einen deutschen Mini-Ableger. Foto: imago

      Was für ein abgefahrener Trip ist das denn? Hier kann man definitiv nicht mehr von Traum und Realität unterscheiden! Ganz egal was du dir vorstellen kannst, das gibt es nur hier. Märchenhafte Feen, verrückte Bühneninstallationen, utopische Feuerwerkskunst ... Alles in ganz großem Stil, aber mit einer ebenso großen Liebe zum künstlerischen Detail. Wer ausflippen möchte, muss hier hin. Auch wenn die Musik vielleicht manchmal eher im Hintergrund steht.

      Parookaville
      Hard Facts: 15. – 17. Juli, Weeze
      Must be: Freigeist. Must have: einen eigenen Parookaville-Pass. Must dance: Gheist, Shir Khan, Claptone.

      Tomorrowland
      Hard Facts: 22. – 24. Juli, Belgien
      Must be: Dance-Radiohörer. Must have: keine Angst vor Menschenmassen. Must dance: Tiësto, Eric Prydz.


      #TagAmStrand

      Festival+Strand=perfekter Musikurlaub, wie hier beim Helene Beach Festival

      Elektronische Musik direkt am Meer oder einem großen Badesee ist genau dein Ding? Hier gibt es die perfekten Urlaubszutaten: Sand zwischen den Zehen, einen Cocktail in der Hand und die Sonne im Gesicht. Nebenbei kannst du dich noch von bekannten Klängen beschallen lassen. Das sieht nicht nur aus wie Urlaub, das ist Urlaub.

      Helene Beach
      Hard Facts: 28. – 31. Juli, Frankfurt-Oder
      Must be: Strandtourist. Must have: Luftmatratze & Flipflops. Must dance: Hito, Richie Hawtin, Monika Kruse.

      Sonus
      Hard Facts: 21. - 25. August, Kroatien
      Must be: Beach Boy und Rettungsschwimmerin. Must have: Bikinifigur. Must dance: Chris Liebing, Extrawelt, Sonja Moonear.


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