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Die wirtschaftliche Situation hat Brasilien gerade sein Tomorrowland “gekostet”

Der südamerikanische Ableger des Festivals wurde abgesagt.

THUMP Staff

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Foto: Rodrigo Zaim. Dieser Artikel ist zuerst bei THUMP Brasil erschienen

Raver haben es in Südamerika gerade wirklich nicht leicht. Nicht nur existiert in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires seit dem Tod von fünf Menschen beim Time Warp-Festival dieses Jahr ein Verbot elektronischer Musikfestivals, jetzt haben sich auch noch andere Gerüchte und Befürchtungen bewahrheitet: Das Tomorrowland Brazil 2017 wurde abgesagt. Bekannt wurde das durch Luis Eurico Klotz von der Agentur Talent Plus, dem Veranstalter von Tomorrowland Brazil.

Die Seite Play EDM berichtet, Klotz habe während eines Vortrags in Fortaleza im Nordosten Brasiliens bekannt gegeben, dass sich eine brasilianische Festivalausgabe 2017 nicht rentieren würde. Schuld seinen die aktuellen ökonomischen Verhältnisse. "Wenn wir die gleiche Menge Tickets wie dieses Jahr verkaufen, würden wir bei den hohen Kosten in Brasilien und der herrschenden Inflation nicht den gleichen Gewinn machen. Es würde ein finanzielles Desaster drohen", so Klotz.

Geneigte EDM-Fans werden sich wohl bis zum Tomorrowland 2018 gedulden müssen, das laut Klotz wie geplant stattfinden sollte.

Die Inflationsrate hat in Brasilien zuletzt bis über 10% betragen. 1 Brasilianischer Real war zudem vor zwei Jahren rund 31 Euro-Cent wert, beim heutigen Wechselkurs sind es nur noch 28 Cent, vor einem Jahr waren es sogar 25 Cent. Das Tomorrowland Brasil fand seit 2014 mit jeweils 180.000 Besuchern stets ausverkauft in São Paulo statt.

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